Der Symrise-Aktienkurs stieg am Vormittag um gut fünf Prozent auf 77,16 Euro, was einen der vorderen Plätze im deutschen Leitindex Dax bedeutete. Damit setzte sich die Bodenbildung nach dem Mehrjahrestief im Dezember fort. Für ein neues Hoch im Jahr 2026 reichte es allerdings noch nicht - das stammt mit gut 79 Euro aus dem Februar.
Übernahmen, Zukäufe und Wechselkurseffekte herausgerechnet - also organisch - sank der Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um knapp ein halbes Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Das ist besser als von Symrise-Chef Jean-Yves Parisot Anfang März in Aussicht gestellt und als von Analysten im Durchschnitt erwartet.
Der Symrise-Chef führt das auf die Entwicklung etwa im Geschäft mit Zusätzen für Haustiernahrung sowie Düften für Parfüms zurück, während es im Geschäft Sonnenschutzprodukte deutlichere Einbussen gab. Vor allem wegen negativer Wechselkurseffekte fiel der Umsatz nominal allerdings um mehr als 5 Prozent.
Analyst Edward Hockin von der Bank JPMorgan sieht zwar wenig Spielraum für steigende Markterwartungen für 2026, wertete die jüngste Geschäftsentwicklung aber positiv. Sie stärke das Vertrauen in die Jahresziele des Unternehmens.
In den kommenden Monaten soll sich das Wachstum aus eigener Kraft denn schrittweise verbessern: Für das Gesamtjahr peilt Parisot daher weiterhin ein organisches Umsatzplus von zwei bis vier Prozent an nach 4,93 Milliarden Euro im Jahr 2025.
Zur Gewinnentwicklung wird sich der Dax-Konzern, wie üblich, erst wieder zum Halbjahr äussern. Anfang März hatte Parisot für 2026 das Ziel einer Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 21,5 bis 22,5 Prozent ausgegeben.
Dabei sollen weiterhin die Kostensenkungen Rückenwind liefern, die Parisot nach seinem Amtsantritt vor zwei Jahren auf den Weg brachte. So wurden bereits 2025 Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Summe von 50 Millionen Euro erzielt. In diesem Zuge wird auch das sehr grosse Produktangebot gestrafft und die Digitalisierung vorangetrieben./mis/err/stk
(AWP)
