Verdi fordert für die rund 235 000 Branchenbeschäftigten in Hessen eine Erhöhung der Stundensätze um einheitlich 2,50 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Das würde in der am weitesten verbreiteten Ecklohngruppe einer Erhöhung um 14,4 Prozent entsprechen. Die Auszubildenden sollen monatlich 250 Euro mehr bekommen. Die Forderungen der anderen Tarifgebiete seien fast identisch, so Verdi.

Die Arbeitgeber im hessischen Einzelhandel hatten zuletzt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten sowie eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 1000 Euro in zwei Stufen. Die Verhandlungen sollen am 11. Juli weitergehen. In dem Tarifkonflikt hatte es zuletzt immer wieder Warnstreiks im Handel gegeben.

Verdi kritisiert, das Angebot der Arbeitgeber würde für die Beschäftigten einen deutlichen Kaufkraftverlust bedeuten und sei deshalb inakzeptabel. Die Ikea-Beschäftigten forderten mit dem geplanten Streiktag die Firmenleitung auf, sich aufseiten der Arbeitgeber des Einzelhandels für einen raschen Tarifabschluss ohne Kaufkraftverlust einzusetzen. Ikea ist im Einzelhandel tarifgebunden.

Der Möbelhändler hatte sich nicht zur Verdi-Forderung geäussert. "Es haben heute alle Einrichtungshäuser geöffnet", teilte Ikea am Donnerstag mit. Es gebe keine grösseren Beeinträchtigungen für Kunden./als/DP/jha