«Wenn die eine Seite ablehnt, über die Arbeitszeitabsenkung zu reden, wird sichtbar, dass man auf dem Verhandlungsweg nicht zusammen kommt», sagte Weselsky kurz vor dem Verhandlungsbeginn am Donnerstagmorgen in Berlin. «Damit es zum Streik kommt, muss die Arbeitgeberseite entweder gar kein Angebot machen oder ein schlechtes Angebot.»

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler nannte die Ausgangslage vor Verhandlungsbeginn am Donnerstag als «schwierig». Das Forderungspaket der Gewerkschaft sei riesig und «so in der Form nicht umsetzbar». «Wir müssten, allein wenn man das Arbeitszeitthema anguckt, zehn Prozent mehr Leute einstellen und das bei diesem Arbeitsmarkt.» Gleichwohl wolle die Bahn am Verhandlungstisch zu Lösungen kommen. Die Bahn habe ein Angebot dabei. Details nannte Seiler zunächst nicht.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 555 Euro mehr pro Monat sowie eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Knackpunkt der Verhandlung dürfte aber die Forderung der Gewerkschaft sein, die Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich von 38 auf 35 Stunden abzusenken./maa/DP/jha

(AWP)