Teamviewer hatte zuletzt mit Gegenwind am Markt zu kämpfen, das Umsatzwachstum schwächte sich im vierten Quartal weiter auf 8 Prozent ab. Finanzchef Michael Wilkens sprach in der Mitteilung von Herausforderungen durch das Wirtschaftsumfeld und durch negative Währungseffekte. Im Gesamtjahr erreichte der Konzern mit einem Plus von 11 Prozent auf 626,7 Millionen Euro Umsatz seine Prognose in der unteren Hälfte. Bei der Marge übertraf er das anvisierte Ziel klar. Das hatte sich im Jahresverlauf bereits abgezeichnet. Dennoch fielen die Geschäftszahlen etwas besser aus als von Fachleuten gedacht.
Der Nettogewinn legte um gut zwei Drittel auf 114 Millionen Euro zu. Neben dem besseren Lauf im Tagesgeschäft kamen den Göppingern über den Schuldenabbau niedrigere Finanzaufwendungen zugute, ausserdem fielen die Steuern geringer aus.
Im neuen Jahr gibt unter anderem der deutlich reduzierte Umfang der Sponsorentätigkeit beim englischen Fussballclub Manchester United Schub beim operativen Ergebnis, Teamviewer hatte den Einspareffekt für das Jahr bereits auf 17,5 Millionen Euro beziffert. Ein Grossteil der Einsparungen werde erst in der zweiten Jahreshälfte positiv auf die Marge wirken. Bereits in den ersten sechs Monaten steckt Teamviewer weitere Teile des einzusparenden Geldes ins Wachstum. Den Verschuldungsgrad bezogen auf das operative Ergebnis will das Unternehmen weiter senken./men/bek/he
(AWP)