«Ausgehend von einer schrittweisen Erholung des Marktes ist das realistisch», sagte CEO Monica Manotas im Gespräch mit AWP. Tecan wolle damit auch schneller wachsen als der Markt. Das grösste Potenzial sieht die Konzernchefin im Life-Sciences-Geschäft. Rund ein Drittel der geplanten Ergebnisverbesserung soll aus zusätzlichem Volumen kommen, etwa zwei Drittel aus Kosteneffekten. Ein stärkeres Life-Sciences-Geschäft soll zudem über das Partnering-Geschäft zusätzliche Volumina in die bestehende Infrastruktur bringen.
Weitere Wachstumschancen sieht Manotas in der künstlichen Intelligenz. Gemeinsam mit Nvidia entwickelt Tecan Lösungen, die Robotik und Fluidik mit KI-Technologie verbinden. Daraus könnten neue Anwendungen für die Automatisierung von Laboren entstehen. Angesichts steigender Probenzahlen und immer komplexerer genetischer Tests dürfte der Bedarf an automatisierten Laborlösungen weiter zunehmen. Besonders interessant sei dabei die Entwicklung sogenannter «Physical AI», also der Verbindung von KI mit realen Maschinen und Robotik.
Auch China bleibt für Tecan ein wichtiger Markt, obwohl das Geschäft dort zuletzt unter Druck stand. Die Präsenz sei «unverzichtbar», so Manotas. Neben China sieht sie auch im übrigen Asien grosse Wachstumschancen. Besonders Japan mit seinen hochautomatisierten «Biofoundries» biete interessante Perspektiven. Zudem sei Tecan offen für Technologiepartnerschaften mit chinesischen Unternehmen.
Die Transformation soll dabei nicht mit dem Ende von «Rewired» 2028 abgeschlossen sein. Vielmehr soll daraus ein dauerhaftes Modell werden, mit dem Tecan schneller wachsen und seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern kann.
hr/cf
(AWP)
