Die Aktien von Thyssenkrupp bauten daraufhin am Freitag kurz vor dem Handelsschluss ihre Gewinne aus. Nach einer starken Erholung 2025 haben sie im noch jungen Jahr 2026 schon wieder gut ein Fünftel gewonnen.

Die Essener stecken aktuell in einem tiefgreifenden Umbau. So ist für die Stahlsparte - Deutschlands grösstem Stahlhersteller - ein Sanierungskurs geplant, der den Abbau und die Auslagerung von Tausenden Stellen vorsieht. In den Verhandlungen über eine Übernahme von Steel Europe (TKSE) soll der indische Stahlkonzern Jindal weitere Kostensenkungen verlangen, wie die «Rheinische Post» Mitte Januar berichtet hatte.

Im Oktober hatte Thyssenkrupp seine Marineschiffbausparte TKMS an die Börse gebracht, dabei aber die Mehrheit der Aktien behalten. Auch die drei übrigen Geschäftsfelder Autoteile, Werkstoffhandel und grüne Technologien will der Konzern in den kommenden Jahren eigenständig aufstellen und kapitalmarktfähig machen. Thyssenkrupp soll mittelfristig eine strategische Konzernführungsgesellschaft mit eigenverantwortlichen Einheiten werden./mis/he

(AWP)