Die proiranische Hisbollah im Libanon und das israelische Militär beschiessen sich gegenseitig. Israelische Truppen sind auch in den Südlibanon vorgerückt. Die UN-Beobachtermission Unifil zeigte sich jüngst besorgt über die Entwicklungen im Grenzgebiet. Sowohl Kämpfer der Hisbollah als auch israelische Soldaten hätten Geschosse und Schüsse in der Nähe von UN-Positionen abgefeuert. Mehrere Blauhelmsoldaten wurden getötet und verletzt.
UN-Mission ruft zur Deeskalation auf
Die Präsenz von «Kriegsteilnehmern» in der Nähe von Unterkünften und Arbeitsplätzen der UN-Mission sei riskant, da diese Orte zu Zielen werden könnten. Unifil rief beide Seiten zur Deeskalation auf.
Nach Angaben des israelischen Militärs wurden seit Beginn der aktuellen Auseinandersetzungen mehr als 6000 Geschosse aus dem Libanon auf Israel abgefeuert. Etwa die Hälfte dieser Angriffe stamme von Kämpfern der Hisbollah südlich des Flusses Litani, sagte ein Armeesprecher. Eigentlich sollte die Hisbollah sich nach dem vergangenen Krieg bis hinter den Litani-Fluss - etwa 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt - zurückziehen.
Die israelische Armee wirft der libanesischen Regierung Versagen bei der Entwaffnung der Hisbollah vor. Die neuesten Erkenntnisse seien ein weiterer Beweis dafür. Nach israelischen Angaben sollen unter den Toten Hunderte Hisbollah-Mitglieder sein./arj/DP/he
(AWP)
