Die ABB-Aktie fällt am Freitag 0,2 Prozent auf 76,06 Franken. Das ist der tiefste Stand seit Mitte September. Das Wochenminus von ABB beträgt damit rund 5 Prozent, was den Titel zur schlechtesten Aktie im Swiss Market Index seit Montag macht.
Der Druck auf die ABB-Aktie begann allerdings nicht schon letzten Montag. Noch vor Monatsfrist notierte der Titel deutlich über 80 Franken, das Rekordhoch wurde Ende Juni bei 90 Franken erreicht.
ABB wurde in den letzten Wochen von der Korrektur bei den Technologie-Aktien erfasst. Spekulationen wegen weiterer Zinserhöhungen belasten nun die konjunktursensiblen Aktien der Technologiebranche seit einiger Zeit. Die schweizerisch-schwedische ABB profitiert mit ihren Stromversorgungslösungen massiv vom weltweiten Ausbau der energieintensiven Rechenzentren.
Der ABB-Aktie hilft am Freitag auch eine positive Einschätzung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) nicht auf die Sprünge. Im Vergleich zum deutschen Konkurrenten Schneider habe ABB die bessere Bilanzqualität und Profitabilität, so die ZKB. «Vor diesem Hintergrund erachten wir die Bewertungsprämie von ABB gegenüber Schneider als gerechtfertigt und bestätigen unser Votum ‹Übergewichten› für ABB», schreibt die ZKB.
ABB veröffentlicht die Drittquartalszahlen am nächsten Dienstag.
(cash)
