ABB wolle die von Nvidia bereitgestellten Simulationsdaten nutzen, um die Robotersoftware besser auf die Bedingungen in Fabriken vorzubereiten, teilten die Unternehmen am Montag mit. So solle die Trainingsumgebung mit Blick auf Faktoren wie Beleuchtung, Schatten und Oberflächen realistischer gestaltet werden. «Dies spart Unternehmen viel Zeit und Geld,» sagte der Chef der ABB-Robotersparte, Marc Segura, der Nachrichtenagentur Reuters.
Als Beispiel nannte er einen Roboter, der neben einer Industriepresse platziert ist. Bisher müsse der Roboter erst im Echteinsatz lernen, mit den starken Vibrationen umzugehen. Mit der neuen Technologie sei der Roboter darauf vorbereitet. Damit könnten Prototypen eingespart werden. Die Technologie soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommen. Der Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn testet das Verfahren bereits bei der Montage von Seitentasten in der Unterhaltungselektronik – eine Aufgabe, die laut ABB bisher wegen schwieriger Lichtverhältnisse für Roboter kaum zu bewältigen war. Nvidia-Manager Deepu Talla erklärte, die Industrie benötige physikalisch akkurate Simulationen, um KI-gesteuerte Robotik im grossen Massstab einzusetzen.
(Reuters)

