Kürzlich wurde der Richtpreis für Brotgetreide gesenkt. Das gefällt den Landwirten überhaupt nicht.
05.07.2026 04:00
Von Patrick Gerber
Verschiedene Sorten Getreide und ihre Brote.
Quelle: pixabay.com
Ackerbauern haben derzeit wenig zu lachen: Der Richtpreis für Brotgetreide wurde um durchschnittlich 2.50 Franken pro 100 Kilogramm gesenkt. Bei «Weizen Top» sinkt der Preis sogar um 3 Franken auf noch 57 Franken. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten. «Wir Bauern bluten», sagt Markus Dietschi (51), Landwirt und Solothurner FDP-Kantonsrat. «Ich bin dem völlig ausgeliefert.» Vor allem für Landwirte, die vom Ackerbau leben und keine Viehzucht betreiben, sei es schwierig, Alternativen zu finden. «Die Direktzahlungen decken einen Teil der Produktionskosten. Wenn ich ein Einkommen generieren will, muss ich etwas produzieren», so Dietschi.
Beschlossen wurde die Senkung des Richtpreises von der zuständigen Kommission von Swiss Granum, der Schweizerischen Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen. Forderungen nach tieferen Richtpreisen kamen vor allem vom Dachverband Schweizerischer Müller (DSM) – auch wegen der steigenden Importe.