Die Aktien des Personaldienstleisters Adecco werden am Mittwoch im frühen Handel im grossen Stil abgestossen. Das organische Wachstum fiel zwar besser als erwartet aus, die Aussichten in Sachen Profitabilität sorgt aber für lange Gesichter.
Die Titel von Adecco fallen in einem freundlichen Gesamtmarkt um 11,6 Prozent auf 16,17 Franken. Im frühen Handel fiel die Aktie bis auf 15,86 Franken und damit ein neues Langzeittief. Bereits im bisherigen Jahresverlauf hatten die Adecco-Aktien um rund ein Fünftel an Wert eingebüsst.
Laut den Experten der UBS ist die starke und sich weiter verbessernde Umsatzdynamik zwar positiv zu werten. Offensichtlich habe das Unternehmen aber Mühe, «diese in eine signifikante Gewinndynamik umzuwandeln».
Schlecht kommt in diesem Zusammenang auch der vage Ausblick an, in dem von leicht steigenden Kosten die Rede ist. Die Analysten von Bernstein befürchten nun, dass es bei den Schätzungen für den EBITA zu deutlichen Abwärtsrevisionen kommt - in der Grössenordnung von mehr als 10 Prozent.
Viele Analysten verweisen zudem auf den ungünstigen Businessmix. So spielte laut dem ZKB-Analysten der Umsatzrückgang im hochmargigen Geschäft mit den Festanstellungen (Permanent Placement) eine Rolle. In diesem Segment erwartet der Experte in dem von geopolitischen Unsicherheiten geprägten Umfeld im laufenden Quartal keine Besserung. Vor allem Deutschland könnte unter den Folgen des Iran-Kriegs leiden. Für die zuletzt gebeutelte Aktie fehle damit ein positiver Trigger.
(AWP)

