Zu verdanken ist dies vor allem der Erholung des Hotelgeschäfts nach dem coronabedingten Einbruch sowie Akquisitionen. Die Aktionäre sollen eine Ausschüttung von insgesamt von 0,75 Franken pro Aktie erhalten.

Der Umsatz stieg um 28 Prozent auf 1,14 Milliarden Franken, wie das Westschweizer Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen beträgt 130 Millionen Franken. Dies liegt am oberen Ende der von Aevis vor gut zehn Tagen in einer Vorabmeldung in Aussicht gestellten Bandbreite von 125-130 Millionen. 2021 hatte der EBITDA 78,4 Millionen gelegen.

Sehr gut hat sich im vergangenen Jahr das Spitalsegment entwickelt. Das Swiss Medical Network steigerte den Umsatz um ein Fünftel auf 916,5 Millionen Franken. Das deutlich kleinere Hotelsegment legte dank der Erholung nach der Coronakrise gar um 35 Prozent auf 154,5 Millionen Franken zu. Der Reingewinn vervielfachte sich auf 61,8 Millionen Franken. 2021 standen unter dem Strich nur 4,6 Millionen.

Die Hotel- und Privatklinikgruppe hatte während der Corona-Pandemie herbe Einbussen einstecken müssen.

Keine konkrete Prognose für 2023

Für das laufende Jahr gibt Aevis Victoria keine konkreten Ziele ab. Grund dafür seien die Vielfalt der Beteiligungen und die aktuellen makroökonomischen Herausforderungen. Das Unternehmen erwartet operativ aber eine weitere positive Entwicklung in den Bereichen Healthcare, Hospitality und im Immobiliengeschäft.

Die Gesamtrentabilität der Gruppe dürfte daher voraussichtlich steigen. Der konsolidierte Umsatz von werde dagegen voraussichtlich sinken. Grund dafür ist die Entkonsolidierung des Réseau de l'Arc SA, die ehemalige Hôpital du Jura Bernois SA.

(AWP)