Das operative Ergebnis von Air France-KLM lag 2025 ‌bei ⁠mehr als zwei Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. «Unsere Fluggesellschaften haben ⁠über 100 Millionen Passagiere befördert und ein operatives Ergebnis von mehr als zwei Milliarden ‌Euro erzielt – eine Premiere in unserer Geschichte», sagte ‌Konzernchef Ben Smith.

Das Ergebnis liegt ​400 Millionen Euro über dem von 2024 und übertrifft die Erwartungen von Analysten, die laut LSEG-Daten mit 1,88 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Aktien des Luftfahrtkonzerns stiegen am Morgen um rund neun Prozent.

Zu dem unerwartet guten ‌Ergebnis trugen auch gesunkene Treibstoffpreise sowie höhere Einnahmen bei. Das Wachstum war besonders stark auf den Transatlantikrouten, insbesondere in den Premiumkabinen von Air France. Der ​Konzern hatte zuvor viel in schnelleres WLAN, modernisierte Flughafen-Lounges ​und eine überarbeitete Luxusklasse investiert. Auch die Lufthansa modernisiert ​ihre Flotte grundlegend mit neuen Flugzeugen und bequemerer Innenausstattung, vor allem in den oberen Buchungsklassen. ‌Für das laufende Jahr rechnet Air France-KLM mit einer Kapazitätserhöhung des Angebots um drei bis fünf Prozent, da neue Flugzeuge ausgeliefert werden. Bis 2028 soll ​die ​operative Marge auf mehr als ⁠acht Prozent steigen. Im vergangenen Jahr betrug sie ​6,1 Prozent.

Die Kosten ⁠stiegen jedoch weiter an, wobei vor allem die Gebühren am niederländischen Flughafen ‌Schiphol den Ertrag pro Passagier schmälerten. Analysten wiesen zudem auf eine mögliche Verlangsamung bei Reisen von US-Amerikanern nach Europa in diesem ‌Jahr hin. Konjunktursorgen könnten die Nachfrage nach Fernreisen belasten. ​Air France-KLM-Aktien stiegen binnen Jahresfrist um fast 34 Prozent. Anleger goutierten, dass der Konzern trotz teurer Tarifabschlüsse seine Kosten im Griff behielt.