Die Aktie von Swisscom fiel am Mittwoch um weitere 1,7 Prozent auf 628 Franken. Das ist der tiefste Stand seit Ende Januar. Damit setzte sich der Abwärtstrend fort, den die Aktie Mitte März eingeläutet hatte. Am Donnerstag ist der Titel in einem negativen Gesamtmarkt kaum verändert.

Am Markt setzt sich immer mehr die Meinung durch, dass der Anstieg des Titels Ende 2025 und Anfang 2026 übertrieben war. Die Aktie war im März auf ein Allzeithoch von 727 Franken gestiegen, getrieben auch von der traditionell hohen Dividendenrendite von 4 Prozent und durch geopolitische Unsicherheiten.

Morgan Stanley riet vor Wochenfrist zum Verkauf der Swisscom-Aktien. Die Titel seien wegen der Wachstumschancen in der Schweiz und wegen der Risiken in Italien zu hoch bewertet. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 575 Franken.

Eine Gegenbewegung scheint am Donnerstag nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Unterzeichnung der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA in der Nacht auf Donnerstag dürfte Anleger weiter aus «sicheren Anlagehäfen» wie der Swisscom-Aktie treiben.

Kurzfristig orientierte und risikobewusste Anleger können auf weiter fallende Swisscom-Kurse wetten und mit Put-Optionen hantieren. Langfristig orientierte Investoren mögen sich Zu- oder Neukäufe überlegen. Denn der (hohe) Dividendenfluss wird bei Swisscom bestehen bleiben.

 

 

Daniel Hügli
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