Die Aktien von Zurich Insurance haben diese Woche alle anderen Titel des Swiss Market Index (SMI) überflügelt. Sie sind in der wegen eines Feiertags verkürzten Börsenwoche um 4,7 Prozent gestiegen (Stand: Freitagvormittag) und damit besser gelaufen als die ebenfalls stark gefragten Anteilsscheine der UBS (plus 4 Prozent) und von Roche (plus 3,5 Prozent). Derweil fielen die Valoren von Logitech (minus 5,2 Prozent), Amrize (minus 3,8 Prozent) und Sika (minus 3,8 Prozent) deutlich zurück. Der SMI hat um 1,15 Prozent angezogen.
Nach dem Kursanstieg der letzten Tage werden die Zurich-Valoren momentan bei rund 567 Franken gehandelt. Zu den Avancen in den letzten Tagen hat das Update zu den ersten drei Monaten des Jahres 2026 wesentlich beigetragen. Es wurde am Mittwoch vorgestellt und hat gleichentags einen 4-prozentigen Wertzuwachs der Aktie ausgelöst. «Starkes Wachstum» stellte der zuständige Experte der Bank Berenberg, Michael Huttner, an mehreren Stellen fest: bei den Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung, bei den Margen im Lebensversicherungsgeschäft und bei der Anzahl Policen von Farmers, der Zurich-Geschäftseinheit in den Vereinigten Staaten.
Huttner bestätigte sowohl das «Buy»-Rating als auch das Kursziel von 656 Franken. Kein anderer bei Bloomberg verzeichneter Analyst hat ein höheres Preisziel für Zurich Insurance gesetzt als der Experte von Berenberg. Dessen Prognose deutet denn auch nichts weniger als den mittelfristigen Aufstieg auf den höchsten Stand der Aktie seit dem Frühjahr 2001 an. Damit würden die Zurich-Aktien also ein 25-Jahres-Hoch erreichen.
Freilich gibt es anders lautende Einschätzungen. Der Experte von Keefe, Bruyette & Woods (KBW) stuft Zurich Insurance mit «Underperform» und einem Kursziel von 475 Franken ein; es bedeutet einen 16-prozentigen Aktienpreisverfall in den kommenden zwölf Monaten. Zudem: 475 Franken - so wenig wert waren die Aktien der am Zürcher Mythenquai beheimateten Versicherungsgesellschaft zuletzt im Sommer 2024.
Zu den Punkten, die wiederum für ein Investment in Zurich sprechen, zählen die Dividenden. Das Unternehmen habe sich von flachen zu wachsenden, progressiven Dividendenzahlungen hinbewegt, vermerkt Berenberg-Expert Huttner. Für das Jahr 2025 überweist Zurich 30 Franken je Anteilsschein an die Aktionäre, nach 28 Franken für 2024, 26 Franken für 2023 und 24 Franken für 2022. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 5,3 Prozent. Sie ist ungefähr gleich hoch wie bei Swiss Re (5,2 Prozent), aber mehr als andere für ihre Dividendenpolitik geschätzte SMI‑Unternehmen wie Nestlé (4,0 Prozent) Swisscom (3,8 Prozent) oder Roche (3,0 Prozent) bieten.

