Alcon verlieren in der ersten Handelsstunde 8,4 Prozent auf 53,32 Franken und sind die einzigen Verlierer im SMI. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI legt dagegen mit plus 1,3 Prozent klar zu. Damit summiert sich das Minus bei der Aktie seit Anfang 2026 auf rund 16 Prozent.

Während der Augenheilmittel-Konzern bei der operativen Kernmarge die durchschnittliche Prognose der von AWP befragten Analysten übertraf, hat er den zuvor erwarteten Umsatz nicht ganz erreicht. Die Analysten der UBS stören sich insbesondere am organischen Wachstum: Ein Plus von 7 Prozent in Lokalwährungen sei die Messlatte für das Berichtsquartal gewesen, heisst es in einem Kommentar. Alcon machte im ersten Quartal 2026 währungsbereinigt lediglich ein Plus von 6 Prozent.

Der Gewinn sowie der Aktienrückkauf seien zwar erfreulich, heisst es bei der Grossbank weiter. Die Analysten befürchten allerdings, dass die Enttäuschung beim Wachstum in Lokalwährungen die Fortschritte bei den Margen überschatten werde. Gleichzeitig hätten sich die Lieferungen in den Nahen Osten verbessert, was dort auf eine Steigerung im zweiten Quartal hindeute.

Der Umsatz habe leicht unter den Markterwartungen gelegen, heisst es auch bei Vontobel, er habe aber den eigenen Schätzungen entsprochen. Zudem sei der Ausblick grösstenteils bestätigt und teilweise sogar angehoben worden. Alcon habe indes wegen des Wettbewerbsdrucks Schwierigkeiten im Bereich «Implantables», entwickle sich aber im Bereich «Equipment» und «Ocular Health» sehr gut, so die zuständige Analystin. Das Unternehmen sei auf dem richtigen Weg, jedoch hätten Einmaleffekte die ausgewiesenen Margen beeinflusst.

Der Umsatz sei mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, während die Margen etwas darüber gelegen hätten, kommentiert derweil Octavian. Ausserdem sei der Ausblick für 2026 bestätigt sowie ein neuer Aktienrückkauf von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar über drei Jahre angekündigt worden.

Die ZKB zeigt sich sehr positiv: «Alcon überzeugte jetzt zum zweiten Mal nach dem bereits guten Wachstum im vierten Quartal 2025.» Das Wachstum neuer Produkte dürfte nachhaltig sein und auch zu einer Margenverbesserung führen.

(AWP)