Die Aktien von Comet steigen kurz nach Börsenstart um rund 3,3 Prozent auf 365,20 Franken auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Der breite SPI notiert gleichzeitig rund ein halbes Prozent im Plus. Für Rückenwind beim Chipzulieferer dürfte eine kräftige Kurszielerhöhung der UBS gesorgt haben.

Am heutigen Mittwoch hebt die Grossbank ihr Zwölfmonatskursziel deutlich von 300 auf 405 Franken an und bestätigt damit ihre positive Einschätzung. Mit diesem Schritt setzt sich die UBS nicht nur klar an die Spitze der aktuell veröffentlichten Analystenschätzungen, sondern signalisiert auch ein steigendes Vertrauen in die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens.

Hintergrund der Neubewertung sind insbesondere die weiterhin robusten Investitionspläne der grossen Halbleiterhersteller, die für Zulieferer wie Comet ein günstiges Umfeld schaffen. Der zuständige Analyst hebt deshalb seine Umsatzprognosen bis 2029 an und geht davon aus, dass das Halbleitersegment des Unternehmens in den kommenden Jahren überdurchschnittlich wachsen wird. Danach dürfte sich die Dynamik etwas normalisieren.

Im Vergleich dazu bleiben andere Analystenhäuser vorsichtiger. Berenberg und ODDO BHF sehen das Kursziel jeweils bei 375 Franken, während der Marktkonsens bei 339 Franken liegt - rund 7 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Dennoch: Fast alle Expertinnen und Experten sind bei den Comet-Aktien positiv eingestellt: acht von neun Analysten vergeben eine Kaufempfehlung – nur eine Verkaufsempfehlung liegt vor.

Positive Branchendynamik

Ein Blick auf die Entwicklung innerhalb der Branche verdeutlicht die Dimension des aktuellen Zyklus. Ein Beispiel ist der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix. Nachdem die Aktien in diesem Jahr allein um rund 260 Prozent angestiegen sind, darf sich das Unternehmen nun ebenfalls zum Club der 1-Billionen-Unternehmen zählen. Grund ist eine regelrechte Explosion der operativen Ergebnisse: Während SK Hynix bis im vergangenen Geschäftsjahr EBITDAs zwischen 3 und 40 Millionen Dollar erzielte, dürften es ab 2026 160 Millionen mit stark steigender Tendenz bis 2029 bis 400 Millionen Dollar sein.

Vor diesem Hintergrund erscheint es plausibel, dass auch Comet von diesem Umfeld profitiert, wenngleich mit etwas niedrigerem Wachstum. Nachdem die Flamatter im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis von 60 Millionen Franken erzielten, dürften es dieses Jahr bereits 101 Millionen, dann 178 Millionen und 2028 schliesslich 230 Millionen sein. Basierend auf den 2028-Ergebnissen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 16,6x.

Luca_Niederkofler
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