Am Mittwoch zogen die Valoren von Dottikon ES in der Spitze auf 396 Franken an und schlossen bei 390 Franken. Damit hatten sie einen neuen Rekordstand erreicht - von dem sie am Donnerstag nun jedoch deutlich zurückfallen. Das Minus beträgt 2,8 Prozent, womit die Aktie des von CEO Markus Blocher geleiteten Konzerns auf 379,00 Franken sinken. 

Der Rücksetzer könnte allerdings nur eine Verschnaufpause vor einem erneuten Rekordlauf sein. Dies zumindest dann, wenn die Prognose der Zürcher Kantonalbank (ZKB) Tatsache wird. Denn der zuständige Analyst sieht den fairen Wert der Aktie bei 460 Franken und die Valoren folglich auf ein neues Allzeithoch steigen. Es liegt knapp 18 Prozent über dem schon rekordhohen Schlusskurs vom Mittwoch.

Das «Übergewichten»-Rating unterstreicht die Zuversicht der ZKB für die Titel des Pharmaauftragsfertigers aus dem Kanton Aargau. Weniger optimistisch hat sich die UBS im Februar gezeigt. Deren zuständige Analystin hatte damals die Abdeckung mit dem Anlageurteil «Neutral» und dem Kursziel von 365 Franken aufgenommen. 

Das Unternehmen hat stark in den Kapazitätsausbau investiert. So beispielsweise entstand eine neue chemische Mehrzweckanlage zur Grossmengenproduktion von Pharmawirkstoffen. Das sind gute Voraussetzungen für zügiges Wachstum in den kommenden Jahren. Die ZKB rechnet für das Geschäftsjahr 2026/2027 mit einem Umsatzplus von 22,8 Prozent und für das Jahr 2027/2028 mit einer Zunahme von 27,5 Prozent.

Wie es um den aktuellen Geschäftsgang bei Dottikon ES steht, werden die Investoren morgen Freitag erfahren. Dann stellt das Management die Zahlen zum Gesamtjahr 2025/2026 vor. Die ZKB sieht ein Umsatzwachstum von 19 Prozent sowie eine im zweiten Halbjahr tiefere operative Marge. Gründe dafür sind erhöhte Kosten wegen der neuen Mehrzweckanlage sowie der Umstand, dass während der Hochlaufphase der zusätzlichen Kapazitäten noch keine nennenswerten Umsätze entstehen.

Reto Zanettin
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