Die Aktie von Galderma steigt am Donnerstag nach Handelseröffnung in einem negativen Gesamtmarkt bis 8 Prozent auf 156,10 Franken. Das ist der höchste Stand seit fast zwei Monaten. 

Damit holen die Aktien einen guten Teil ihrer jüngsten Verluste auf und beweisen Comeback-Qualitäten. Seit Jahresbeginn stand bei den Papieren bis am Mittwochabend ein Minus von knapp 11 Prozent zu Buche, nachdem sie im Vorjahr mehr als 60 Prozent hinzugewonnen hatten. Die 15 bei Bloomberg erfassten Analysten, die zu Galderma in den letzten drei Monaten ein Urteil zur Aktie abgaben, haben im Schnitt ein Kursziel von 185 Franken für den Titel.

Der Hautpflegespezialist hat mit den Jahreszahlen 2025 die gesteckten Ziele erreicht und die Erwartungen von Analysten mehr oder weniger erfüllt. Für das bereits laufende 2026 stellt Galderma ein noch etwas stärkeres Wachstum in Aussicht und zeigt sich insbesondere zuversichtlicher für seinen Wirkstoff Nemluvio. Die Aktionäre sollen durch eine auf 0,35 Franken erhöhte Dividende an dem Erfolg beteiligt werden. Im Vorjahr lag sie bei 0,15 Franken.

Mit den Zielen für das laufende Jahr liege der Konzern leicht über den aktuellen durchschnittlichen Schätzungen, heisst es in einem Kommentar der RBC. Derweil entsprächen die Mittelfristziele nun eher den derzeitigen Markterwartungen.

Bei der UBS hebt der zuständige Experte die Spitzenumsatz-Schätzung für den Hoffnungsträger Nemluvio hervor. Diesen hat Galderma auf mehr als 4 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Das sei mehr als die 3 Milliarden, die Experten derzeit in etwa erwarteten.

Bei JPMorgan geht der zuständige Experte davon aus, dass das Zahlenwerk sowie der Ausblick wohlwollend quittiert werden sollten, da es im Vorfeld der Zahlen einige Sorgen wegen der Marktstellung gab.

Galderma konnte in den USA zulegen

Den Jahresumsatz beziffert Galderma im Detail auf 5,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18,1 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen waren es 17,7 Prozent. Zu dem Wachstum trugen alle Regionen und Sparten bei.

Neben höheren Verkaufsvolumina sorgte auch der Mix an Produkten dafür, dass das Zuger Unternehmen das eigene Ziel eines Wachstums zwischen 17,0 und 17,7 Prozent erreichte. Galderma verkauft sowohl «injizierbare Ästhetik» wie etwa Faltenspritzen als auch die hierzulande bekannte Sonnencreme Daylong.

Mit Blick auf die Regionen konnte Galderma sowohl in den USA als auch in den internationalen Märkten zulegen. So setzte die Gruppe international annähernd 3 Milliarden (+13,8 Prozent kWk) um, während die Einnahmen in den USA bei 2,2 (+23,3 Prozent kWk) lagen. Gerade der US-Markt hatte zu Jahresbeginn 2025 wegen der verheerenden Feuer in der Region Los Angeles geschwächelt, da eine Reihe von Schönheitskliniken abgebrannt waren.

Vom Wachstum getragen erzielte Galderma auf der Gewinnseite ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Core-EBITDA) von 1,2 Milliarden US-Dollar nach 1,03 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die entsprechende Marge lag bei 23,3 Prozent. Der Kern-Reingewinn wird auf 871 Millionen (VJ 496 Mio) beziffert.

Für 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen 17 und 20 Prozent an. Die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 bei etwa 26 Prozent zu konstanten Währungen zu liegen kommen.

(AWP/cash)