Grund für den Preisverfall sind die Jahreszahlen 2025. Die Zürcher Kantonalbank schreibt dazu: Givaudan habe zwar insgesamt ein operativ gutes Jahresergebnis 2025 ausgewiesen, dies vor dem Hintergrund einer sehr anspruchsvollen Vergleichsbasis, jedoch sei das Unternehmen unter den Erwartungen geblieben, «sowohl beim organischen Umsatzwachstum als auch bei der Profitabilität».
UBS und JPMorgan heben in ihren Kommentaren ebenfalls das enttäuschende organische Umsatzwachstum im Schlussquartal hervor. Mit ausgewiesenen 3,2 Prozent habe Givaudan die Erwartungen klar verfehlt; der Analystenkonsens lag bei 4,1 Prozent. JPMorgan spricht von einer breiten Abschwächung in der Aromendivision, die neben Lateinamerika auch die USA und Europa erfasst habe.
Auch bei der Profitabilität blieb der Branchenprimus hinter den Prognosen zurück. Belastend wirkten unter anderem höhere Inputkosten inklusive Zolleffekten sowie zusätzliche Investitionen. Analysten rechnen nun mit Abwärtsanpassungen der Konsensschätzungen für 2026. JPMorgan etwa erwartet Kürzungen von 3 bis 5 Prozent bei den EPS-Prognosen und eine Abflachung der Margenerwartungen.
Es gibt aber auch zuversichtlichere Stimmen. Vontobel etwa verweist auf eine gewisse Stabilisierung im Verlauf des vierten Quartals sowie auf die breite Diversifikation des Konzerns, die sich in einem volatilen Umfeld ausgezahlt habe. Die aktuelle Bewertung reflektiere denn auch eine übermässig negative Sicht und trage den längerfristigen Wertschöpfungsperspektiven zu wenig Rechnung.
(cash/AWP)
