Die Anteilsscheine von Holcim halten die vorbörslichen Gewinne (plus 3,8 Prozent) nicht und sinken um 0,4 Prozent auf 71,60 Franken. Sie befinden sich im Sog der im Allgemeinen trüben Stimmung am Schweizer Aktienmarkt. Dieser fällt am Freitag gemessen am Swiss Market Index (SMI) um 0,7 Prozent.
Dabei hat der Baustoffkonzern starke Erstquartalszahlen geliefert. Umsatz und wiederkehrender operativer Gewinn (EBIT) übertreffen die Erwartungen, auch wenn sie gesunken sind. Allerdings gehen die Rückgänge auf Käufe und Verkäufe von Geschäftseinheiten sowie den starke Franken zurück. Organisch wären Umsatz und wiederkehrender Gewinn gestiegen, wie das Management um CEO Miljan Gutovic mitteilte. Es bestätigte zudem den Ausblick auf das Gesamtjahr.
«Holcim lieferte ein robustes Ergebnis ab, das die Markterwartungen trotz eines anspruchsvollen Umfelds übertraf», hielt Mark Diethelm, Analyst der Bank Vontobel in seiner Notiz vom Freitagmorgen fest. Das organische Wachstum mache eine robuste Preisgestaltung deutlich. Dabei sei die Belebung an den europäischen Märkten im März «besonders ermutigend», womit auch das Vertrauen in den Gesamtjahresausblick gestärkt werde. Diethelm stuft die Aktien des Baustoffunternehmens mit «Buy» ein. Das Kursziel sieht er bei 86 Franken, als bei einem Allzeithoch.
Etwas tiefer, aber noch markant über dem aktuellen Stand wird die Aktie von der Zürcher Kantonalbank eingeschätzt. Der faire Wert liege bei 81 Franken, vermerkte der zuständige Analyst, Martin Hüsler, und bestätigte die Anlageempfehlung «Übergewichten».
Für schlechte Stimmung und fallende Kurse an der Schweizer Börse sorgen erneut Meldungen aus dem Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran laut Medienberichten nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Unsicherheit schürten zudem weitere Angriffe und Drohungen gegen Schiffe in der Strasse von Hormus.
(cash/AWP)
