Die Aktie von MCH erklomm Anfang Monat einen Stand von 6,40 Franken. Seither hat der Titel etwas nachgegeben. Aber das Fazit bleibt: MCH notiert auf dem höchsten Stand seit vier Jahren.

Nach langen schwierigen Zeiten für das Unternehmen, verursacht vor allem mit dem Ende des Umsatz-Juwels Baselworld, erkennen Investoren offenbar nun Anzeichen eines Turnarounds beim Basler Messebetreiber. Ein Trigger waren dabei die Jahreszahlen, die Ende März bekannt wurden und am selben Tag zu einem Kursschub von 14 Prozent führten.

MCH setzte im Geschäftsjahr 2025 zwar leicht weniger um als im Jahr davor. Die Profitabilität wurde jedoch verbessert und der Gewinn deutlich gesteigert. Die Art Basel blieb dabei der wichtigste Treiber und wurde durch neue Initiativen und die internationale Expansion weiter gestärkt.

Daneben wurden in den letzten Monaten auch weitere Initiativen angekündigt. Für Aufsehen sorgte vor allem «Basilia Jewellery & Watch Fair» mit rund 400 Ausstellenden, die im April 2027 zum ersten Mal über die Bühne gehen soll. Die Ankündigung trieb den Aktienkurs ab Mitte Juni deutlich nach oben. Ebenfalls neu im Programm ist die Pharma-Branchenkonferenz «Fierce Pharma Week Europe», geplant für Ende Juni 2027. 

Es sind also einige Erwartungen im Aktienkurs eingepreist, ein Erfolg der Events und vor allem deren Profitabilität müssen sich allerdings noch manifestieren. Ein erster Härtetest für den Aktienkurs folgt aber schon am morgigen Donnerstag, wenn MCH die Halbjahreszahlen veröffentlicht. 

In die Gewinnzone kam MCH bereits 2024. Das Unternehmen hatte von 2017 bis 2023 aber teils schwere Verluste geschrieben, da es bereits vor der Corona-Pandemie vom Transformationsprozess im Messegeschäft überrollt worden war.

Der Kanton Basel-Stadt ist mit 37,2 Prozent an MCH beteiligt. Im Jahr 2020 stieg US-Milliardär James Murdoch, Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, bei MCH ein. Es brauche Zeit, sagt Murdoch im Jahr 2022 mit Blick auf die Genesung des Unternehmens. Ein Turnaround dauere drei bis vier Jahre. Nach dieser Zeitrechnung müsste der Turnaround also nun da sein.

Daniel Hügli
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