Die Aktien von Arbonia springen im frühen Handel am Montag zeitweise um fast 18 Prozent auf 5,18 Franken. Eine Hochstufung durch die UBS sorgt beim Bauzulieferer für kräftigen Rückenwind.

Die Grossbank erhöht das Rating für Arbonia von «Neutral» auf «Buy» und schraubt das Kursziel von 4,10 Franken auf 6,20 Franken hoch. Gemessen am Schlusskurs vor dem Anstieg entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von 24 Prozent.

Die Erholung der Wohnbaumärkte beginne sich bereits im organischen Wachstum zu zeigen und werde sich voraussichtlich in den Jahren 2027 und 2028 weiter beschleunigen, schreibt UBS-Analystin Leonie Zirn. Mit höheren Volumen sollte zudem der operative Hebel greifen und die Margen kontinuierlich erhöhen. Zudem ist der negative Einmaleffekt aus der SAP-Einführung am deutschen Standort Garant weitgehend auf das erste Halbjahr 2026 begrenzt, so die Expertin weiter. 

Zur Erinnerung: Arbonia legte am 25. August die Zahlen zum ersten Halbjahr vor. Das Unternehmen steigerte zwar den Umsatz, schnitt operativ aber etwas schwächer ab. Wegen der SAP-Probleme senkte die Führung zudem den Ausblick. Die Papiere sackten daraufhin zum Handelsstart um 9 Prozent ab, erholten sich aber noch am selben Tag. Seither sind die Titel um rund 45 Prozent gestiegen.

Laut UBS-Expertin ist auch die Bewertung der Titel sehr attraktiv. Das Verhältnis von Unternehmenswert zum operativen Gewinn (EBITDA) liegt mit 6,9x rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre und mehr als 50 Prozent unter dem Wert anderer Schweizer Bauzulieferern. 

Von drei Expertinnen und Experten raten zwei zum Kauf, einer empfiehlt das Halten der Aktien. Der Kurszielkonsens liegt bei 5,50 Franken - das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 6 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Mit Material von AWP

Luca_Niederkofler
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