Die Aktien von VAT nehmen den Schwung aus den ersten Tagen nach der Osterpause mit - und steigen am Donnerstag um 1,2 Prozent auf 525,20 Franken. Damit stehen sie noch immer unter dem Niveau, das sie vor dem Ausbruch des Iran-Konflikts erreicht hatten, welcher auch die Titel des Vakuumventilherstellers massiv belastet hat.
Doch geht es nach dem zuständigen Experten der britischen Investmentbank Barclays sind die momentanen Avancen auch erst der Anfang eines Aufstiegs, der die Aktie auf ein neues Allzeithoch führen sollte. Denn bei 650 Franken sieht der Barclays-Analyst die VAT-Valoren mittelfristig, nachdem er das Kursziel von 282 um 368 Franken erhöht und das Rating von auf «Overweight» von «Equal Weight» hat.
Der Experte sieht VAT als einen der Hauptprofiteure des erwarteten Aufschwungs bei Halbleiterinvestitionen. Insbesondere die steigende Komplexität in der Chipproduktion und die damit zunehmende Bedeutung vakuumintensiver Prozesse dürften die Nachfrage nach entsprechenden Komponenten kräftig ankurbeln, schreibt er.
Vor diesem Hintergrund traut er dem Unternehmen ein überdurchschnittliches Umsatz- und Gewinnwachstum zu. Damit erachtet er die Aktie trotz des Kursanstiegs von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn weiterhin als attraktiv.
Zu einem ähnlichen Schluss wie der Barclays-Analyst kam Anfang März der zuständige Experte der Citigroup. Er stufte die Aktie mit «Buy» ein und veranschlagte das Kursziel bei 600 Franken. Auch dieser Aktienpreis entspricht einem Rekordhoch.
Nicht weiter nach oben, sondern deutlich nach unten bewegt sich der Kurs jedoch, wenn die Privatbank Berenberg mit ihrer Einschätzung richtig liegt. Sie wertet die Aktie bei 466 Franken, also rund 12 Prozent unter dem aktuellen Stand, ein. Das Rating lautet «Hold».
(cash)
