Die Anleger lassen sich nur vorübergehend von einem positiven Analystenkommentar zur UBS überzeugen. Deren Aktien fallen um 0,33 Prozent auf 30,49 Franken. Dies, nachdem sie kurz nach der Börseneröffnung gefragt waren. Sie legten 0,46 Prozent auf 30,70 Franken zu.
Grund für die erhöhte Nachfrage war eine Notiz der Investmentbank Keefe, Bruyette & Woods. Sie hat die Anlageempfehlung zu den UBS-Titeln auf «Market Perform» von zuvor «Underperform» erhöht. Das Kursziel wird neu bei 34 Franken angesetzt. Es lässt auf ein 11-prozentiges Aufholpotenzial gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag schliessen.
Dass die UBS-Valoren nun überwiegend verkauft werden, passt ins weiter gefasste Bild. Die Handelswoche war wegen des Kriegs im Nahen Osten und dem für Aktien generell zähen Umfeld verlustreich. Und die Talfahrt der Grossbank-Aktie hält schon seit Anfang Jahr an.
Zuvor waren die Titel auf über 38 Franken gestiegen. Auch Experten waren von ihnen überzeugt. Etwa sah die Bank of America ein Preisziel von 48 Franken, sie stufte die Valoren zudem von «Neutral» auf «Buy» hoch. Doch die Euphorie nahm ab, die Aktien der einzigen global aktiven Schweizer Grossbank rutschten immer weiter ab und landeten auf dem tiefsten Stand seit Ende November 2025 beziehungsweise einem Drei-Monate-Tief. Und von diesem vermag sich der Titel offenbar kaum mehr zu lösen.
Hoffnung gibt der Blick auf die Einschätzungen aller von AWP befragten Experten. Neun Kaufempfehlungen stehen drei Verkaufsempfehlungen gegenüber. Sechs Analysten sind für Halten. Der Konsens für das Kursziel lässt einen 24-prozentigen Zuwachs auf 38 Franken in den nächsten zwölf Monaten erwarten.
(cash)
