Die US-Aktienmärkte dürften durchwachsen in den Montag starten. Der US-Angriff auf Venezuela am Wochenende sorgt dabei allerdings ebenso wenig für Verunsicherung wie an anderen Börsen weltweit. Die USA hatten am Wochenende eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Das Vorgehen hat weltweit überwiegend für Kritik gesorgt, vor allem von den Grossmächten Russland und China.
Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart am Dienstag taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,1 Prozent tiefer auf 48.343 Punkte. Den ersten Handelstag des Jahres am Freitag hatte der US-Leitindex mit einem Plus von 0,7 Prozent absolviert.
Den Nasdaq 100 erwartet IG zum Handelsauftakt am Montag hingegen 0,6 Prozent höher bei 25.362 Zählern. Der technologielastige Auswahlindex hatte zum Jahresauftakt mit einem Minus von 0,2 Prozent geschlossen.
Aus Branchensicht dürfte der Ölsektor im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen. Nach der Attacke gegen Venezuela hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass US-Konzerne in den kommenden Monaten Milliardenbeträge in den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors investieren werden.
Im vorbörslichen Handel stiegen die Papiere von Chevron zuletzt um 6,4 Prozent. Chevron ist das einzige grosse US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela vertreten ist. Deshalb werden dem Öl-Multi besonders gute Chancen eingeräumt, vom riesigen Geschäftspotenzial in dem Land zu profitieren. Venezuela verfügt Experten zufolge mit etwa 300 Milliarden Barrel über die grössten Erdölreserven weltweit.
Für die Anteilsscheine des Ölkonzerns ConocoPhillips ging es vorbörslich um 6,0 Prozent nach oben. Die Titel von ExxonMobil verteuerten sich vorbörslich um 2,8 Prozent. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Baker Hughes gewannen 5,9 Prozent. Auch Halliburton und SLB (ehemals Schlumberger ) sollten einen Blick wert sein.
(AWP)
