Die Aktien von Holcim bilden am Freitagvormittag zeitweise das Schlusslicht des Swiss Market Index (SMI). Rund eineinhalb Stunden nach Börsenstart notieren sie 2 Prozent im Minus auf 74,64 Franken, während der SMI 0,53 Prozent zulegt.

Dabei hatten die Valoren des Baustoffkonzerns am Mittwoch - dem Tag vor dem handelsfreien Feiertag - bei 76,26 Franken ein Drei-Monate-Hoch markiert. Auf dieses waren sie seit Mitte März zugelaufen, wobei sie teils vom wieder steigenden Gesamtmarkt, teils auch vom Leistungsausweis des Unternehmens angeschoben wurden. Ende April hatte das Management das Update zum ersten Quartal geliefert. Umsatz und wiederkehrender EBIT sind zwar gesunken. Doch die Erwartungen der Analysten wurden auf allen Ebenen teilweise deutlich übertroffen.

Am Freitag sind auch andere europäische Bauwerte unter Druck. So geht der Kursrückgang bei Holcim einher mit dem Preiszerfall der Aktien von Heidelberg Materials (-4,8 Prozent) und Saint-Gobain (-2,3 Prozent). Dennoch sind die mittelfristigen Aussichten für Holcim durchaus positiv.

Die UBS bestätigte am Dienstag das Kursziel von 93 Franken sowie die Kaufempfehlung für Holcim. Dies, nachdem sich die zuständigen Analysten mit dem Leiter der Investor Relations des in Zug ansässigen Konzerns über den aktuellen Geschäftsgang ausgetauscht haben.

Allerdings zählt das 93-Franken-Kursziel der UBS für Holcim zu den höchsten aller von Bloomberg aufgelisteten Preiszielen und impliziert ein Allzeithoch. Der Konsens sieht die Aktie bei 80,41 Franken, also tiefer als die UBS, doch rund 10 Prozent über der aktuellen Notierung.

(cash)