Die Aktien von SGS fallen um 2,7 Prozent auf 94,14 Franken. Dies, nachdem sie sich im Februar auf ein Zwölf-Monate-Hoch vorgearbeitet hatten.
Grund für den Rückgang der Valoren sind weniger die Zahlen, die der Warenprüfkonzern am Mittwochmorgen vorgelegt hatte. Diese übertrafen beim Umsatz und der Profitabilität die Erwartungen. Händler erklären sich die Verkäufe eher mit Gewinnmitnahmen.
Die Analysten sprechen derweil von soliden bis leicht über den Erwartungen liegenden Resultaten. Die Margenentwicklung habe positiv überrascht, heisst es etwa bei Jefferies und JPMorgan.
RBC verweist insbesondere auf die starke operative Entwicklung im zweiten Halbjahr mit einer klar über den Erwartungen liegenden Marge. Gleichzeitig habe sich das Wachstum des freien Cashflows im Vergleich zum operativen Gewinn etwas verhaltener entwickelt. Zudem warnt die Bank, dass eine mögliche Abschwächung des globalen Handels und eine schwächere Konsumnachfrage das organische Wachstum im Jahresverlauf 2026 dämpfen könnten.
Insgesamt sehen die Auguren den Konzern aber auf einem guten Weg. Jefferies bezeichnete den Ausblick als weitgehend im Rahmen der Erwartungen und sieht die Margenvorgaben eher als konservative Untergrenze.
JPMorgan geht davon aus, dass das Margenziel für 2027 bereits 2026 erreicht werden könnte und erwartet am geplanten Kapitalmarkttag eine entsprechende Aktualisierung der Mittelfristziele. Auch die ZKB spricht von einer weiterhin soliden strukturellen Wachstumsdynamik im TIC-Sektor und hält weiteres Kurspotenzial für möglich.
Profitabilität verbessert
Der Prüf- und Zertifizierungskonzern SGS hat 2025 erwartungsgemäss mehr umgesetzt und bei der Profitabilität zugelegt. Das organische Wachstum verlor allerdings an Dynamik. Die Mittelfristziele bis 2027 wurden bestätigt.
Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 6,95 Milliarden Franken, wie der Konzern mit neuem Firmensitz in Baar am Mittwoch mitteilte. Dabei bremsten Wechselkurseffekte das Wachstum erheblich. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, stieg der Umsatz um 5,6 Prozent.
Gleichzeitig gelang es SGS, profitabler zu werden. Der bereinigte operative Gewinn lag um 6,5 Prozent höher bei 1,11 Milliarden Franken. Die entsprechende Marge stieg damit auf 16,0 Prozent von 15,3 Prozent.
Erwartungen erfüllt
Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn lag mit 668 Millionen Franken um 15 Prozent höher. Die Dividende soll aber wie schon im Jahr davor 3,20 Franken je Aktie betragen.
Damit fielen die Ergebnisse insgesamt eher etwas besser als erwartet aus. Umsatz, bereinigter operativer Gewinn und Reingewinn lagen etwas über dem AWP-Konsens, während das organische Wachstum den Konsens genau traf.
SGS betont, 2025 ein neues Umsatzrekordniveau erreicht zu haben, wobei eine starke organische Dynamik und gezielte Akquisitionen die negativen Währungseffekte mehr als ausglichen und alle Divisionen zum Wachstum beigetragen hätten. Zugleich habe sich die Profitabilität dank konsequenter Effizienzmassnahmen weiter erhöht.
Ziele bis 2027 bestätigt
Für 2026 zeigt sich SGS zuversichtlich, das profitable Wachstum fortzusetzen, unterstützt durch eine anhaltend robuste organische Entwicklung. Zusätzliche Impulse sollen durch Akquisitionen kommen.
Damit werden auch die Mittelfristziele bestätigt. Demnach will SGS den Umsatz von 2024 bis 2027 jährlich um 5 bis 7 Prozent steigern. Firmenübernahmen sollen weitere 1 bis 2 Prozent pro Jahr zum Wachstum beitragen. Zudem soll sich die Betriebsgewinnmarge über den Zeitraum um mindestens 1,5 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent verbessern.

