Der bereinigte operative Gewinn (Ebita) sei im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (31. März) um 84 Prozent gefallen, teilte Alibaba am Mittwoch mit. Der Umsatz legte zwar um drei Prozent auf 243 Milliarden Yuan zu, verfehlte aber LSEG-Daten zufolge die Analystenerwartungen. Die in den USA notierten Aktien des Konzerns gaben im vorbörslichen Handel um ein Prozent nach.
Während das internationale E-Commerce-Geschäft schwächelte, übertraf der Umsatz im chinesischen Heimatmarkt mit 122 Milliarden Yuan die Prognosen. Hier liefert sich Alibaba einen harten Wettbewerb mit anderen Anbietern bei Expresslieferungen, die bereits binnen 60 Minuten nach der Bestellung beim Kunden eintreffen. Gleichzeitig profitiert der Konzern von der boomenden Nachfrage nach KI-Anwendungen. Die Erlöse der Cloud-Sparte kletterten um 38 Prozent auf 41 Milliarden Yuan. KI-bezogene Produkte machen Alibaba zufolge inzwischen 30 Prozent des externen Cloud-Umsatzes aus.
Um die hohen Entwicklungskosten wieder einzuspielen, treibt Alibaba die Kommerzialisierung seiner Technologie massiv voran. So wurde der hauseigene Chatbot Qwen in die Einkaufsplattformen Taobao und Tmall integriert, damit Nutzer direkt über das Dialogfenster einkaufen können, anstatt sich durch Produktlisten zu klicken. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen sein KI-Geschäft von der Cloud-Sparte getrennt.
(Reuters)

