⁠Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit den Vorgängen vertrauten ⁠Person. Amazon gilt als grösster Kunde der US-Post und verschickt derzeit 1,7 ‌Milliarden Pakete jährlich über den staatlichen Zustelldienst. ‌Die vollständige Reduzierung soll bis September ​erfolgen, wenn der aktuelle Vertrag ausläuft.

Der oberste US-Postchef David Steiner bestätigte am Dienstag am Rande einer Kongressanhörung, dass die Verhandlungen mit Amazon noch liefen. Details wollte er unter Verweis ‌auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung nicht nennen. Steiner warnte jedoch vor dem Kongress, dass der USPS innerhalb von zwölf Monaten das Geld ausgehen könnte, oder ​bereits im Oktober, falls fällige Rentenzahlungen geleistet werden ​müssten. Die US-Post hatte im Januar ​ein Auktionsverfahren für den Zugang zu ihrem Zustellnetzwerk gestartet, um zusätzliche Einnahmen ‌zu generieren - ein für Amazon überraschender Schritt nach 30 Jahren Partnerschaft.

Amazon erklärte am Dienstag, man habe über ein Jahr lang in gutem ​Glauben ​verhandelt und einen Vertrag ⁠angestrebt, der der Post Milliarden-Einnahmen gebracht hätte. ​Die USPS habe ⁠jedoch in letzter Minute die Gespräche abgebrochen. Der Konzern bereite sich ‌nun darauf vor, die Kundenbedürfnisse unabhängig vom Ausgang der Auktion zu erfüllen. Im April hatte Amazon angekündigt, über ‌vier Milliarden Dollar in den Ausbau seines eigenen ​ländlichen Zustellnetzwerks in den USA zu investieren.

(Reuters)