Amrize-CEO Jan Jenisch bleibt seiner Strategie treu und hat beim jüngsten Kursrücksetzer erneut Aktien des amerikanischen Baustoffherstellers erworben. Der Konzern ist sowohl an der Schweizer Börse als auch an der New York Stock Exchange kotiert.
Ein Sprecher bestätigte eine Meldung an die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC, nach der Jenisch und seine Frau am 15. Mai 2026 insgesamt 28'417 Amrize-Valoren für 1,41 Millionen Dollar erworben hatten. Damit halten der ehemalige Holcim-CEO und seine Frau 0,4 Prozent der Aktien am US-Baustoffkonzern.
Bei keinem anderen schweizerischen Unternehmen war die Kaufaktivität des Managements in den vergangenen zwölf Monaten so ausgeprägt wie bei Amrize. Laut Angaben der SIX Exchange Regulation (SER) und der amerikanischen SEC betrug das Volumen der Nettokäufe des Managements während der vergangenen zwölf Monate etwas mehr als 55 Millionen Franken.
Bereits nach dem US-Zollhammer gegen die Schweiz im Sommer 2025 oder während der Kurskorrekturen nach den US-Angriffen auf den Iran im März 2026 griff das Management von Amrize zu. Zwischen August und Ende November 2026 wurden Aktien im Volumen von 48 Millionen Franken erworben. Am 6. März 2026 kaufte Jenisch dann 60'000 Titel über den Betrag von 2,72 Millionen Franken, wie aus einer Offenlegung der SIX hervorging.
Hohe Aktienvergütungen als Lohnbestandteil
Der Konzernchef Jenisch hatte für das Jahr 2025 eine Gesamtvergütung von 9,96 Millionen Franken erhalten. Den Löwenanteil der Vergütung machten dabei Aktienbestandteile in Höhe von 7,87 Millionen Franken aus, wie aus dem Anfang März veröffentlichten Geschäftsbericht hervorging.
Jenischs Grundsalär beläuft sich auf 618'784 Franken, während der Jahresbonus 1,23 Millionen Franken betrug. Hinzu kamen Optionen und weitere Vergütungsbestandteile. Die übrigen Mitglieder der Konzernleitung kamen auf 15,56 Millionen Franken. Zusammen mit Jenisch wurden der Konzernleitung 25,52 Millionen Franken vergütet, wie die Nachrichtenagentur AWP berichtete.
Der Baustoffhersteller hatte im ersten Quartal 2026 dank eines starken Kerngeschäfts ein solides Umsatzplus verzeichnet. Trotz einer leicht rückläufigen Profitabilität bestätigte das Management den Ausblick für das Gesamtjahr und kündigte die erstmalige Ausschüttung einer Quartalsdividende an.

