Amrize präsentiert am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Quartal 2026. Gemäss AWP-Konsens dürfte der Umsatz auf 2,15 Milliarden Dollar gestiegen sein, während der adjustierte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) unverändert 214 Millionen Dollar betragen sollte. Derweil dürfte sich die Ebitda-Marge auf 10,0 von 10,3 Prozent zurückgebildet haben.
Die vier von AWP befragten Analysten sehen das Umsatzwachstum im ersten Quartal getrieben durch den Bereich Building Materials. Die Nachfrage in den USA aus dem Infrastruktur- und kommerziellen Bau dürfte gut gewesen sein, während der Wohnbau weiterhin schwach erwartet wird. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda wird in etwa auf Vorjahresniveau erwartet, da es gewisse Mehrkosten nach dem Spin-off von Holcim per Juni 2025 gab. Diese dürften aber von Margenverbesserungen bei Building Materials kompensiert worden sein.
Generell sind die Zahlen des saisonal schwachen ersten Quartals wenig relevant, wie es etwa bei der ZKB heisst. Der Fokus liege daher stärker auf Aussagen zum aktuellen Umfeld und dem Ausblick.
Für das Gesamtjahr 2026 hat Amrize einen Umsatz von 12,29 bis 12,52 Milliarden Dollar (Wachstum von 4 bis 6 Prozent) und ein adjustiertes EBITDA von 3,25 bis 3,34 Milliarden Dollar (Wachstum von 8 bis 11 Prozent) in Aussicht gestellt. Die Analysten rechnen mit einer Bestätigung der Guidance.
Bei den Zementpreisen sprechen die Experten von einer hohen Vorjahresbasis. Die Preise für Zuschlagstoffe dürften hingegen höher liegen. Generell sollen sich Preiserhöhungen des Konzerns im weiteren Jahresverlauf positiv auswirken.
Die Anleger interessieren auch Aussagen zum Spar- und Effizienzprogramm «Aspire». Damit will Amrize bis 2028 Synergien von über 250 Millionen Dollar realisieren und die operative Gewinnmarge pro Jahr um rund 50 Basispunkte verbessern. Die Einsparungen sollen sich bereits in diesem Jahr niederschlagen.
Die Papiere von Amrize sind im bisherigen Jahresverlauf um rund 2 Prozent gestiegen, während sich der Gesamtmarkt (SMI) seitwärts bewegt hat. Damit haben sich die Titel auch besser entwickelt als die Aktien des ehemaligen Mutterkonzerns Holcim, die aufgrund von Iran-Sorgen rund 6 Prozent verloren haben.
(AWP/cash)

