Niederlassung von Ams Osram in Rüschlikon ZH.

Niederlassung von Ams Osram in Rüschlikon ZH.

Quelle: cash.ch

Das Unternehmen fokussiere bei moderater Marktdynamik auf Kostenoptimierung und neue Produkte, gleichzeitig werde es aber auch durch Devestitionen verändert, sagte er in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» (Samstagsausgabe).

Kamper verwies etwa auf den angekündigten Verkauf des Speziallampengeschäfts: «Wir müssen uns darauf einstellen, dadurch zunächst kleiner zu werden und die Organisation entsprechend anzupassen.» Insgesamt strebe AMS Osram Transaktionen an, die dem Unternehmen mehr als 500 Millionen Euro Erlös bringen, betonte er.

Das Unternehmen befinde sich derzeit noch in einer strategischen Neuausrichtung, wolle aber diesen Prozess zügig abschliessen, erklärte Kamper. «Wir wollen Entscheidung, Abschluss und Mittelzufluss bis zum nächsten Herbst schaffen, also zwölf Monate vor Fälligkeit der 2027er-Wandelanleihe.»

Der angekündigte Verkauf einer Fabrik in Malaysia dauere derweil, weil Teile des Halbleitermarktes derzeit «wenig dynamisch» seien. «Es gibt mehrere Interessenten, allerdings noch keinen Käufer.»

Wachstumsfelder sieht der AMS-Osram-CEO im Automobilbereich etwa dank dem steigenden Einsatz optischer Halbleiter pro Fahrzeug. «Unsere neue Frontscheinwerfertechnik mit 25'000 LED-Pixeln, die etwa Markierungen oder Warnungen auf die Strasse projiziert, findet grosses Interesse.»

Im Consumer-Geschäft sei AMS Osram mit seinen Sensoren gut positioniert. Neue Chancen ergäben sich darüber hinaus durch Augmented Reality. «Künstliche Intelligenz ermöglicht Infos direkt im Brillenglas, was für Nutzer - und uns - spannend wird.» Gerüchte, wonach AMS Osram hier mit dem US-Konzern Meta zusammenspanne, wollte Kamper nicht kommentieren.

(AWP)