Der Halbleiterhersteller AMS Osram hat im vierten Quartal die Profitabilität weiter verbessert. Beim Ausblick ist das Unternehmen zurückhaltend. Zudem wird ein neues Sparprogramm aufgelegt.

Von Oktober bis Dezember fiel der Umsatz leicht um 0,9 Prozent auf 874 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Operativ konnte AMS Osram das Ergebnis wieder verbessern. Der um Transformationskosten bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Schlussquartal um 7,3 Prozent auf 161 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich damit um 1,4 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent.

Unter dem Strich verblieb ein bereinigter Reingewinn von 35 Millionen Euro, nach einem kleinen Gewinn von 3 Millionen im Vorjahresquartal. Mit den Transformationskosten wies AMS Osram einen Reinverlust von 20 Millionen Euro aus nach 58 Millionen im Vorjahresquartal.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten durchwegs übertroffen. Und bei den unternehmenseigenen Zielen hat AMS das obere Ende der angepeilten Bandbreite erreicht. Für das Schlussquartal hatte sich das Unternehmen ein Umsatzziel von 790 bis 890 Millionen Euro gesetzt. Die bereinigte EBITDA-Marge sollte bei 17,5 Prozent (+/- 1,5 Prozent) liegen.

Im Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz um 3 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, wobei das Halbleiter-Kerngeschäft um 7 Prozent wuchs. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent. Es resultierte noch ein Gesamtverlust nach IRFS von 129 Millionen nach 785 Millionen im Vorjahr, bereinigt lag der Gewinn indes bei 57 Millionen nach 27 Millionen im Vorjahr. Der Free Cashflow erreichte 144 Millionen nach lediglich 12 Millionen im Vorjahr.

Neues Sparprogramm

AMS Osram legt zudem ein neues Sparprogramm mit Namen «Simplify» auf. Dies soll 200 Millionen Euro jährlich bis 2028 einbringen. Zudem werde das Programm rund 2000 Mitarbeitende betreffen, rund die Hälfte davon in Europa.

Nach dem Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäft an Infineon Anfang Februar will sich AMS nun auf die angestrebte Marktführerschaft im Bereich Digital Photonics konzentrieren. Für das erste Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz von 710 bis 810 Millionen Euro an. Die bereinigte operative Marge (EBITDA) soll bei 15 Prozent (+/+1,5 Prozent) liegen. Vom US-Dollar wird ein negativer Währungseffekt in Höhe von 50 Millionen Euro erwartet.

Im Gesamtjahr 2026 wird mit einem moderaten Umsatzrückgang gerechnet. Zudem sollte das bereinigte EBITDA durch verschiedene Einmaleffekte belastet werden.

(AWP)