AMS Osram hat im zweiten Quartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität die Erwartungen übertroffen und gleichzeitig den Umbau hin zu einem Halbleiterunternehmen vorangetrieben. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,9 Prozent auf 805 Millionen Euro, während das bereinigte Ebitda um 6,2 Prozent tiefer bei 136 Millionen Euro lag, was einer bereinigten Ebitda-Marge von 16,9 Prozent entspricht, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Damit lagen alle drei Kennzahlen deutlich über dem AWP-Analystenkonsens und über dem oberen Ende der jeweiligen Schätzungsbandbreiten. Das Kerngeschäft mit Halbleitern wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf vergleichbarer Basis und zu konstanten Wechselkursen, getragen von Stärke in den Bereichen Automobil und Industrie.
Im Bereich Bilanzentschuldung vermeldete AMS Osram den Abschluss des Verkaufs des Nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon sowie die Unterzeichnung des Verkaufs des Cmos-Bildsensorgeschäfts an Indie Semiconductors; zudem wurde eine neue Anleihe über 1 Milliarde Euro mit einem Kupon von 7,25 Prozent platziert, was die jährlichen Zinskosten um 40 Millionen Euro senkt.
Für das dritte Quartal 2026 erwartet AMS Osram einen Umsatz zwischen 770 und 870 Millionen Euro sowie eine bereinigte Ebitda-Marge von 16,0 Prozent plus/minus 1,5 Prozentpunkte, wobei die Dekonsolidierung des Nicht-optischen Sensorgeschäfts den zugrunde liegenden Geschäftsaufschwung überlagern dürfte.
(AWP)
