Analyse - Ältere Investoren setzen auf Gold, die Jungen auf Bitcoin

Das Verhalten von Privatanlegern während der Pandemie variiert stark je nach Altersgruppe. Erstaunlich: Amateurhändler schneiden im Vergleich zu institutionellen Investoren gut ab.
05.08.2020 14:34
Bitcoin wird vermehrt als sicherer Hafen angesehen - so wie Gold.
Bitcoin wird vermehrt als sicherer Hafen angesehen - so wie Gold.
Bild: imago images / Michael Weber

Die Investoren seien generell an alternativen Investments interessiert, aber ältere Anleger kaufen Gold, während jüngere Bitcoin bevorzugen, berichten Strategen um Nikolaos Panigirtzoglou. Millennials setzen auf Aktien, insbesondere Technologiewerte, während ältere Personen Aktien verkaufen, erläutern sie.

“Die älteren Jahrgänge stecken ihre überschüssige Liquidität weiterhin in Rentenfonds, deren Erwerb sowohl im Juni als auch im Juli stark blieb”, schrieben die Strategen in einer Notiz vom 4. August, in der die Anlageströme analysiert wurden.

Die Nachfrage von Privatanlegern in diesem Jahr spiegelt sich in dem weltweiten Kursanstieg der Aktien von 46 Prozent gegenüber den Tiefstständen im März, der Zunahme der weltweiten Bestände an goldgedeckten börsengehandelten Fonds und den jüngsten Rallies bei Kryptowährungen wider. Die Präsenz von Amateurhändlern zeigt sich auch in allen möglichen anderen Bereichen, vom überschwänglichen Optionshandel bis hin zu einer geringeren Volatilität - wobei ihre Aktienauswahl und ihr Markt-Timing ziemlich gut abschneiden im Vergleich zu institutionellen Anlegern.

Gold- und Bitcoin-ETFs verzeichneten in den letzten fünf Monaten starke Zuflüsse, da sowohl alte als auch junge Menschen Argumente für eine „alternative“ Währung sehen, schrieben die Strategen. Der Bloomberg Dollar Spot Index ist im gleichen Zeitraum um etwa 1,7 Prozent gefallen, was eine Debatte darüber anheizt, ob eine längere Periode der Dollarschwäche bevorsteht.

(Bloomberg)