Die Aktien der UBS haben am Mittwoch sehr stark eröffnet. Nach einer halben Stunde notieren die Titel in einem wenig veränderten Gesamtmarkt 4,4 Prozent höher auf 34,73 Franken, der bisherige Höchststand kurz nach Eröffnung liegt gar bei 35,25.

Das aktuelle Jahreshoch stammt vom 13. Januar bei 38,39 Franken. In der Folge ging es bis fast Ende März deutlich abwärts (Jahrestief 28,25 Fr. am 23.3.), bis es zuletzt wieder eine Erholung gab.

Analysten bewerten das Ergebnis für die Periode von Januar bis März 2026 sehr positiv. Die UBS habe erneut ein sehr gutes Resultat erzielt und die Konsenserwartungen übertroffen, meint die ZKB in ihrer Ersteinschätzung. Sie habe ausserdem auch gute Fortschritte bei der Integration der CS gemacht.

Auch die Experten der Bank Vontobel sprechen von starken Zahlen. Sie verweisen auf über den Erwartungen ausgefallene Erträge in der Investment Bank, im Schweiz-Geschäft sowie auch in globalen Vermögensverwaltung. Im Fokus - etwa auch an der bevorstehenden Telefonkonferenz (läuft seit 09.00 Uhr) - dürfte allerdings weiter die Kapitalregulierung stehen. Investoren würden sich vor allem für die potenziellen Auswirkungen auf die UBS und mögliche Massnahmen des Managements zu deren Abmilderung interessieren.

Auch die ZKB betont, dass die weitere Kursentwicklung auch von der Marktwahrnehmung im Zusammenhang mit der Kapitaldiskussion abhängen dürfte. Mit der Quartalsberichterstattung habe man diesbezüglich allerdings keine neuen Informationen erhalten. Die Bank habe lediglich weitere Details geäussert.

Erwähnt wird in Analystenkommentaren aber vor allem auch, dass die UBS einen aktualisiertem Zeitplan für die Aktienrückkäufe (3 Mrd bis H1-Berichterstattung) vermeldet hat. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Rückkäufe höher ausfallen werden als bisher erwartet, meint man etwa bei der kanadischen RBC.

So oder so dürften Gewinnschätzungen mit den guten Quartalszahlen in der Tendenz ansteigen. Die Experten der US-Bank JP Morgan etwa erwarten nun eine Anhebung der Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr 2026 im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.

(AWP)