Die Analysefirma Gartner warnt vor falsch konfigurierten KI-Anwendungen, die ‌bis ⁠2028 die kritische Infrastruktur eines G20-Landes ⁠lahmlegen könnten. Die Ursache für einen solchen Ausfall sei ‌dabei nicht zwangsläufig ein Hackerangriff, ‌sondern könne ​etwa ein Ingenieur sein, der in guter Absicht ein fehlerhaftes Update einspiele, teilte das auf Technologiethemen spezialisierte US-Beratungsunternehmen am Donnerstag mit. ‌Betroffen seien sogenannte cyber-physische Systeme, zu denen unter anderem Stromnetze, industrielle Steuerungsanlagen oder Robotik gehören.

Als ​Beispiel nannte Gartner moderne ​Stromnetze, die auf KI angewiesen ​sind, um Erzeugung und Verbrauch auszugleichen. Ein falsch ‌konfiguriertes Prognosemodell könne einen normalen Anstieg der Nachfrage fälschlicherweise als Netzinstabilität interpretieren und unnötige ​Abschaltungen ​auslösen, die ⁠ganze Regionen betreffen könnten. Um ​solche unbeabsichtigten Ausfälle zu ⁠verhindern, sei ein sicherer «Kill Switch» ‌oder ein klar definierter Not-Aus-Modus entscheidend, auf den nur autorisierte Fachkräfte zugreifen ‌können.

(Reuters)