Der Bankenausschuss des US-Senats plant einem Medienbericht zufolge in der Woche ab dem 13. April eine Anhörung zur Nominierung von Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank Fed. Dies berichtete das Nachrichtenportal «Punchbowl News» am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei Insider. Politischer Widerstand hatte Warshs Nominierung im Senat bislang aufgehalten. Der amtierende Fed-Chef Jerome Powell bleibt damit vorerst im Amt, obwohl US-Präsident Donald Trump auf einen Nachfolger drängt, der zu schnelleren Zinssenkungen bereit ist.
Die Ungewissheit über die Führung der Notenbank trifft auf eine sich verschärfende Inflation. Die Ölpreise sind nach von den USA unterstützten Luftangriffen auf den Iran und einem eskalierenden Krieg im Nahen Osten, der wichtige Schifffahrtsrouten stört, stark gestiegen. Händler rechnen in diesem Jahr kaum noch mit einer Zinssenkung, da die höheren Energiekosten die allgemeine Teuerung anheizen und den Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik einschränken.

