Die Valoren von Adecco zeigen sich im frühen Handel am Mittwoch richtungslos und wechseln zwischen Gewinn- und Verlustzone. Zu Beginn büssen die Aktien kurzzeitig mehr als 2 Prozent ein, bevor sie den Aufwärtskurs einschlagen, um daraufhin wieder ins Minus zu rutschen – und zurück. Eine halbe Stunde nach Eröffnung kostet eine Aktie rund 20,80 Franken, die Jahresbilanz ist nach wie vor negativ (-10,73 Prozent). 

Der Personaldienstleister hat am Morgen positive Zahlen für das Schlussquartal 2025 geliefert. Adecco ist von Oktober bis Dezember organisch weiter klar gewachsen und die Dividende bleibt konstant bei 1 Franken, also auf Vorjahresniveau. Allerdings sank der Reingewinn um 8 Millionen auf 295 Millionen. 

Die Bank Vontobel betitelt den vorgelegten Zahlenkranz als solide. Adecco habe in einem schwierigen Marktumfeld erneut eine solide Leistung erbracht und dabei die Konkurrenz übertroffen und schliesslich die Marktführerschaft zurückerobert. Der Verschuldungsgrad der Bilanz wurde zudem weiter reduziert.

Ebenfalls wurden drei neue Verwaltungsratsmitglieder vorgeschlagen, und der Vorsitzende Jean-Christophe Deslarzes stellt sich für eine letzte Amtszeit zur Wiederwahl. Gemäss dem Vontobel-Analysten Michael Foeth, sei so ein reibungsloser Übergang gewährleistet. Er bestätigt seine Kaufempfehlung. 

Damit ist er einer von acht weiteren Analysten, welche die Aktie zum Kauf empfehlen. Dem gegenüber stehen je drei Verkaufs- respektive Haltenempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 29 Franken, also auf dem Stand von März 2025. 

Laut der Zürcher Kantonalbank könnte eine Zinssenkung in den USA der Aktie kurzfristig Rückenwind geben. Allerdings übertrumpfe dies nicht die Gegenfaktoren im Investment-Case. Namentlich der Druck auf die Bruttomarge, das erhöhte Risiko durch KI-getriebene Automatisierung, und das Risiko einer absoluten Dividendenkürzung.

(cash)