Das Stimmungsbarometer stieg im Februar um sechs Punkte auf plus 4,2 Zähler und damit auf den höchsten Wert seit Juli 2025, wie die Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1091 Investoren mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 0,0 Punkte gerechnet. Der Gesamtindex und die Teilbarometer für Lage und Erwartungen kletterten jeweils das dritte Mal in Folge. Zu Beginn des Februars sende der Euroraum einen Silberstreif für die weitere konjunkturelle Entwicklung, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. «Die Rezession in der Euro-Zone dürfte damit beendet sein und ein Aufschwungsszenario begonnen haben.»
Die Europäische Zentralbank (EZB), die die Zinsen vorige Woche unverändert bei zwei Prozent hielt, dürfte ihren aktuellen Kurs voraussichtlich beibehalten, hiess es. «Die Anleger erwarten seitens der Geldpolitik unverändert eine leicht positive Wirkung auf Bond- und Kapitalmarkt und definitiv keine restriktive Phase.» Zu den verbesserten Konjunkturaussichten dürfte auch der überraschend deutliche Anstieg bei den Aufträgen der deutschen Industrie beigetragen haben.
Auch für Deutschland zeigten sich die Fachleute optimistischer. Der Gesamtindex kletterte um fast zehn Zähler auf minus 6,9 Punkte und erreichte ebenfalls den höchsten Stand seit Juli 2025. «Damit könnte die rezessive Phase der deutschen Wirtschaft zu Ende gehen», sagte Hübner. «Die diskutierte Gasmangellage - Deutschlands Gasspeicher sind so niedrig befüllt wie noch nie zu dieser Jahreszeit - wird von den von Sentix befragten Anlegern nicht als möglicher Spielverderber gesehen.»
Die deutsche Wirtschaft war im Schlussquartal 2025 um 0,3 Prozent gewachsen und hatte im Gesamtjahr um 0,2 Prozent zugelegt. Für 2026 dürften vor allem die staatlichen Mehrausgaben in Infrastruktur und Verteidigung Impulse bringen und insgesamt für rund ein Prozent Wachstum sorgen.
(Reuters)

