Die Unternehmen DeepSeek, Moonshot und MiniMax ‌hätten über 24.000 gefälschte Konten genutzt, ‌um mehr als 16 ​Millionen Interaktionen mit der Künstlichen Intelligenz (KI) zu generieren, teilte Anthropic am Montag in einem Blogeintrag mit. Dabei hätten sie das sogenannte Destillationsverfahren angewandt. Hierbei lässt ein ‌schwächeres KI-Modell seine Antworten von einem leistungsfähigeren System bewerten und korrigieren, um dessen «Wissen» und Logik zu übernehmen.

Besonders brisant ​sind die Vorwürfe gegen DeepSeek: Das Unternehmen ​habe Claude gezielt genutzt, ​um «zensurkonforme Antworten» zu politisch heiklen Themen zu erstellen. So sei ‌die US-KI etwa gefragt worden, wie man Antworten zu Dissidenten oder der Parteiführung formulieren müsse, um den chinesischen Zensurvorgaben ​zu ​entsprechen. Da Anthropic ⁠seinen Dienst in China aus Sicherheitsgründen ​nicht anbietet, griffen ⁠die Firmen laut dem Bericht auf komplexe Netzwerke ‌von Proxy-Servern zurück, um ihren Standort zu verschleiern. DeepSeek und MiniMax reagierten zunächst nicht auf ‌Anfragen um Stellungnahme. Ein Stellungnahme von ​Moonshot lag nicht vor.

(Reuters)