Das Competition Appeal Tribunal habe ‌eine Sammelklage ⁠gegen die Geschäftspraktiken der Sparte iCloud zugelassen, teilte die ⁠Verbraucherschutzorganisation Which? am Dienstag mit. Nun könnten sich die knapp ‌40 Millionen britischen Apple-Kunden dem Verfahren ‌anschliessen. Den seit 2018 entstandenen ​Schaden bezifferte Which? auf umgerechnet insgesamt 3,5 Milliarden Euro.

Die Organisation wirft Apple in der Ende 2024 eingereichten Klage vor, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen, um Nutzer an ‌seinen Online-Speicher iCloud zu binden. So könnten bestimmte Daten nur dort gespeichert werden. Zudem seien die Betriebssysteme der ​Geräte darauf ausgelegt, Anwender zur Nutzung von ​iCloud zu animieren. Dies ​behindere den Wettbewerb und treibe die Preise in die Höhe. «Kein ‌Unternehmen, egal wie mächtig es auch sein mag, darf mit dem Missbrauch seiner Marktstellung durchkommen», sagte Which?-Chefin Anabel ​Hoult.

Apple ​war für eine Stellungnahme ⁠zunächst nicht zu erreichen. Das Unternehmen ​hatte die Vorwürfe ⁠zurückgewiesen. Kunden würden nicht zur Nutzung von iCloud ‌verpflichtet, viele setzten auf Drittanbieter. Über die Sammelklage wird voraussichtlich ab 2028 verhandelt.

(Reuters)