Daher kündigte der US-Elektronikkonzern am Donnerstag Preiserhöhungen für MacBook und die iPads an. «Noch nie sind die Preise für Bauteile so stark und so schnell gestiegen», teilte das Unternehmen mit. Inzwischen sei jedoch ein Punkt erreicht, an dem Apple seine Kunden nicht mehr abschirmen könne. Bislang ausgenommen von den Preiserhöhungen bleibt das iPhone, der wichtigste Umsatz- und Gewinntreiber des Konzerns.
Der Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Bedarf an Speicherchips in die Höhe. Die Branche kann die Nachfrage jedoch nicht decken. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Durch die Lieferengpässe haben sich die Preise für diese Halbleiter in den vergangenen Monaten vervielfacht. Für das laufende Quartal erwartet das Research-Haus TrendForce ein weiteres Plus von bis zu 63 Prozent.
Daher schieben Unternehmen und Verbraucher die Anschaffung neuer Smartphones und PCs auf. Der Branchendienst IDC prognostiziert für diese beiden Produktgruppen einen historischen Absatzeinbruch von 14 beziehungsweise 11,3 Prozent im laufenden Jahr. Für Apple kommt die Speicherchip-Lieferkrise zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen hatte vor einigen Monaten das Laptop-Einsteigermodell MacBook Neo zu Preisen ab 599 Dollar vorgestellt. Der Verkaufserfolg dieses Produkts war ein Eckpfeiler des jüngsten Rekord-Quartalsergebnisses. Der Grundpreis für das Neo soll auf 699 Dollar steigen.
(Reuters)

