Der US-Anbieter von Anlagen für die Halbleiterproduktion Applied Materials wird von der anhaltend hohen Nachfrage nach Ausrüstung für die Fertigung von KI-Chips beflügelt. Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen am Donnerstag einen Umsatz von rund 10,3 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt lediglich mit 9,5 Milliarden Dollar gerechnet. Im abgelaufenen dritten Quartal, das am 26. Juli endete, verzeichnete Applied Materials einen Umsatz von 9,1 Milliarden Dollar. Auch hier übertraf der Konzern die Schätzungen von knapp neun Milliarden Dollar.
Dennoch fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um fünf Prozent. Analyst Brian Chin vom Finanzdienstleister Stifel erklärte dies mit den hohen Erwartungen der Investoren im Vorfeld der Zahlen. Konkurrenten wie Lam Research und KLA hatten starke Quartalsergebnisse und Wachstumsprognosen vorgelegt. Die Papiere von Applied Materials haben sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt.
Das Unternehmen liefert wichtige Anlagen für die Wafer-Herstellung und profitiert von den massiven Investitionen der Chip-Hersteller in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Finanzchef Brice Hill sagte, man erwarte für die zweite Jahreshälfte ein anhaltend starkes Umsatzwachstum, insbesondere bei Speicherchips (DRAM) sowie bei hochmodernen Logikchips und fortschrittlichen Gehäusetechnologien.
(Reuters)

