Der US-Arbeitsmarkt hat im Februar einen unerwarteten Einbruch ‌erlitten. ⁠Die Arbeitslosenquote legte um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt eine unveränderte Quote von 4,3 Prozent erwartet.

Unter dem Strich gingen 92'000 Jobs ausserhalb ⁠der Landwirtschaft verloren, wie aus dem vorgelegten Bericht der ‌Regierung hervorgeht. Von Reuters ​befragte Ökonomen hatten einen Stellenaufbau in Höhe von 59'000 erwartet, nach revidiert 126'000 im Januar. Zunächst war ein Wert ‌von 130'000 genannt worden.

Für ​die US-Notenbank Federal ​Reserve (Fed) sind die Arbeitsmarktdaten wichtig für die Ausrichtung ‌ihrer Geldpolitik. Sie hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge ​in ​der Spanne von ⁠3,50 bis 3,75 Prozent ​gehalten. Angesichts des ⁠Ende Februar ausgebrochenen Iran-Kriegs sind die ‌Öl- und Benzinpreise gestiegen, was neue Inflationssorgen schürt. Notenbankdirektor Christopher Waller ‌erwartet jedoch nicht, dass der ​Anstieg zu anhaltender Inflation führt und eine Zinsänderung erforderlich macht. 

(AWP/Reuters)