Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor zeitweise rund 6 Prozent. Auch der japanische Nikkei sowie die Börsen in Taiwan, China und Hongkong lagen ebenfalls zwischen rund 1 und 2 Prozent im Minus. Einzige grössere Ausnahme war Jakarta, wo die Aktienkurse nach einer überraschenden Zinserhöhung der indonesischen Notenbank zulegten.

Am Ölmarkt verteuerte sich Rohöl wieder leicht. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent stieg auf knapp 92 Dollar.

Augen auf Inflation

Auslöser waren neue iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in der Golfregion als Reaktion auf militärische Aktionen entlang der Strasse von Hormus. Zuvor hatten die USA nach einem Abschuss eines Helikopters neue Angriffe auf den Iran geflogen. Die Hoffnung auf eine rasche Entspannung des Konflikts erhielt damit einen Dämpfer.

Anleger befürchteten, dass die seit Beginn des Nahost-Kriegs gestiegenen Ölpreise die Inflation weiter anheizen könnten. Dadurch könnte die US-Notenbank Fed gezwungen sein, die Zinsen erneut anzuheben oder länger auf hohem Niveau zu belassen. Im Fokus stehen zur Wochenmitte deshalb die US-Inflationsdaten vom Nachmittag.

Besonders Technologiewerte gerieten zuletzt unter Druck, da höhere Zinsen Investitionen und Konsumausgaben bremsen könnten. Marktbeobachter verweisen zudem auf die hohen Bewertungen vieler KI- und Halbleiterfirmen nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Monate.

(AWP)