Der bisherige globale Co-Chef des Bereichs Distribution war in Singapur tätig. Er hat der Bank dem Vernehmen nach Ende vergangenen Jahres im gegenseitigen Einvernehmen den Rücken gekehrt. Eine Sprecherin von UBS Asia wollte sich nicht äussern. Lafon reagierte nicht auf Bloomberg-Anfragen zu seinem Abschied.
Die UBS habe ihre Kostenbasis zuletzt intensiv geprüft, berichtete eine darüber informierte Person Bloomberg. Besonderes Augenmerk habe dabei auf dem Verwaltungsbereich und anderen nicht direkt umsatzrelevanten Positionen gelegen. Das Management habe intern signalisiert, dass insbesondere Unterstützungs- und Koordinationsfunktionen auf dem Prüfstand stehen. Ziel sei, das Geschäftsmodell zu vereinfachen und die Effizienz zu steigern, hiess es.
Die Bank plant Insidern zufolge im Januar eine neue Runde von Stellenstreichungen. Ein weiterer Abbau soll dann im Laufe des Jahres folgen, wenn die UBS die von Credit Suisse übernommenen IT-Systeme abschaltet, wie darüber informierte Kreise bereits im Dezember berichtet hatten.
Lafon hatte sich im Distribution-Bereich der UBS-Märkte darauf konzentriert, den Vertrieb zu koordinieren, Kunden mit Händlern zu vernetzen und mitzuentscheiden, welche Produktideen präsentiert werden und wie Preise festgelegt werden. Zuvor hatte er Teams geleitet, die in Asien mit Devisen, Anleihen, Zinsprodukten und Kreditinstrumenten handeln.
Die UBS steht vor dem Abschluss der Integration von Credit Suisse, die sie 2023 in einer staatlich vermittelten Notübernahme erworben hat. Über Nacht war damit die Zahl der Beschäftigten auf knapp 120'000 gestiegen. Seitdem ist die Belegschaft um etwa 15'000 geschrumpft. Das interne Abbauziel habe indessen bei 35'000 gelegen, wie Bloomberg berichtet hat.
(Bloomberg)
