«Ein Flaschenhals zu sein, werden wir mit allen Mitteln vermeiden, es ist unerlässlich, ‌unsere aktuelle Position zu halten», sagte Vorstandschef ‌Christophe Fouquet am Mittwoch ​auf der Hauptversammlung des Unternehmens im niederländischen Veldhoven. Das grösste Risiko für die Vormachtstellung von ASML sei es, die für die Chipherstellung entscheidenden Lithografie-Anlagen nicht rechtzeitig zu liefern.

Hintergrund ist die stark ‌gestiegene Nachfrage nach KI-Chips, die wichtige Kunden wie TSMC zu Kapazitätserweiterungen veranlasst. Sollte ASML nicht liefern können, wären die Kunden versucht, sich ​nach Alternativen umzusehen, erklärte Fouquet. Aufkommende Start-ups wie Substrate, ​xLight und Lace seien jedoch «Ideen, ​keine heutige Konkurrenz».

Zu möglichen weiteren US-Exportbeschränkungen für China sagte Finanzchef Roger Dassen, die ‌Auswirkungen seien unklar. «Wenn es aus irgendeinem Grund weitere Beschränkungen für einen Teil der Welt gäbe, bleibt der Bedarf an ​Kapazitäten ​bestehen», sagte Dassen. Kapazitäten, die ⁠in einer Region wegfielen, müssten von jemand ​anderem aufgebaut werden. ⁠Die USA wollen den technologischen und militärischen Aufstieg der Volksrepublik bremsen. ‌Auf Druck aus Washington untersagte die niederländische Regierung ASML den Export der neuesten Maschinengeneration dorthin. Nun sollen ‌auch ältere Modelle in das Verbot einbezogen werden.

(Reuters)