«ASML hat noch nie eine EUV-Maschine nach China ⁠geliefert», erklärte der Konzern am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Auch ‌seien keine speziell für den Einsatz ‌in einer solchen Extreme Ultraviolet ​Lithography (EUV)-Anlage entwickelten Komponenten, Module oder Geräte nach China geliefert worden. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet, US-Handelsminister Howard Lutnick habe Bedenken geäussert, dass eine EUV-Lithografie-Anlage von ASML unter Verletzung der ‌von den USA geführten Exportbeschränkungen nach China gelangt sein könnte. ASML erklärte, man habe das Geschäft stets an neue Exportkontrollregeln angepasst.

Das ​niederländische Aussenministerium teilte mit, für den Export von ​Anlagen zur Halbleiterherstellung gebe es ​klare Regeln. Alle Ausrüstungen, Komponenten und Technologien, die ausdrücklich unter diese Regeln ‌fielen, benötigten eine Lizenz. Diese Politik werde sehr streng durchgesetzt. Die US-Regierung hatte im April ein Gesetz vorgeschlagen, das von ​den ​Verbündeten eine Anpassung an ihre ⁠Exportkontrollen verlangt. Damit soll Chinas Fähigkeit zur ​Herstellung moderner Halbleiter eingeschränkt ⁠werden. In dem Gesetzentwurf wurden Anlagen von ASML namentlich ‌genannt. Reuters hatte im Dezember berichtet, dass chinesische Wissenschaftler einen Prototyp einer EUV-Anlage entwickelt haben. An dem ‌Projekt sollen ehemalige ASML-Ingenieure beteiligt gewesen sein.

(Reuters)